🔢 Entdecke „Mathematik zum Anfassen“!

Vom 17. Juni bis 12. Juli 2024 (10-13 und 14-17 Uhr, samstags 10-13 Uhr) präsentiert der
BuntStift e.V. in Kooperation mit vhs Böblingen-Sindelfingen
eine spannende Mitmach-Ausstellung im Oberlichtsaal der Galerie am Rathausplatz 4, Sindelfingen.
Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern: Hier erwarten euch keine langweiligen Gleichungen! Taucht ein in interaktive Experimente, Seifenblasen, Kugelbahnen und mehr! Egal ob Mathe-Enthusiast oder Neuling, für jeden ist etwas dabei!
Klassen/Gruppen können buchen, Einzelpersonen kommen einfach vorbei.

Hier geht es zur Ausstellungsseite: Mathematik-zum-Anfassen

BuntStift-Tag am 24.02.2024

BuntStift-Tag am 24.02.2024

„Lego-Roboter faszinieren beim Tag des BuntStifts

Das Mitmachprogramm begeistert Kinder und Eltern.

Von Anette Nüßle

Ausprobieren, Neues entdecken, Zusammenhänge verstehen und einen abwechslungsreichen Tag mit vielen Angeboten nutzen – das ist die Basis des „Tags des Buntstifts“ im Rahmen der Sindelfinger Wissenstage. Auch in diesem Jahr waren die zahlreichen Stände in den Räumlichkeiten der VHS und des Stiftsgymnasiums sehr gut besucht. So manche Eltern mussten ihre Zeitpläne kurzfristig ändern, da die Kinder nicht von den Knobel und Experimentierstationen loskamen und länger bleiben wollten als geplant.,,Wir als Stadt setzen auf Kinder und deren Neugierde“, sagte Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer bei der Begrüßung und informierte sich im Anschluss bei einem Rundgang über die einzelnen Angebote.

Wie breit das Feld des Buntstifts ist, machte
auch der Vorsitzende Hans Hatzl deutlich und
sagte: ,,Mit MINTKursen und Wissen steht
einem heute die Welt offen, aber Sprache und
Austausch gehören ebenfalls da zu.“ Nadine
Kußler,
Schulleiterin des Stiftsgymnasiums,
erinnerte in ihren Begrüßungsworten daran,
dass innovative Angebote Kinder fördern
und begeistern und dass an diesem Tag auch
Erwachsene begeistert werden sollen. Dass dies
zutraf, war beim Rundgang deutlich zu sehen.
Da knobelten die Eltern mit ihren Kindern,
schöpften Papier oder erhielten einen kleinen
Einblick in die Welt der chinesischen Schriftzeichen….“ aus: SZ/BZ vom 26.02.2024

BuntStift-Tag 15.Juli 2023

Äußerst schweißtreibend und sehr erfolgreich!

Dieses Fazit können wir mit Fug und Recht zu unserem gestrigen „Tag des BuntStifts“ ziehen.

Ein steter Strom von interessierten Kindern mit ihren Eltern, und strahlende Augen
beim Ausprobieren und Mitmachen waren die Belohnung für die gute Vorbereitung
und gelungene Durchführung.
Der Bilderbogen gibt einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der Angebote.
Wir danken allen, die engagiert dabei waren und sich mit Ihren Stationen positiv präsentiert haben.
Ein schönes Signal für gelungene Kooperation in Sindelfingen waren die Beiträge der drei Abteiungen (Hector, Buntstift, SIA) des BuntStifts, des Jugendforschungszentrums, des IBM Klubs, des Formel 1 Teams vom Unterrieden, der „Naturdetektive“ vom Pfarrwiesen, der Zirkus AG des Stifts und die musikalische Begleitung durch die SMTT – danke dafür.
Nicht vergessen sein soll die „Vesper-Versorgung“ durch die Zehntklässler des Stifts.

Unser Dank geht auch an Frau Dr. Corinna Clemens für ihre stimmigen Grußworte als Vertreterin der Stadt Sindelfingen für ihre Zeit und ihr großes Interesse beim anschließenden Rundgang.

Alle Fotos © Stadt Sindelfingen

Was haben wir vor am BuntStift-Tag? – Ein Video

Der BuntStift-Tag 27.02.2021 kann wegen der Pandemie nicht in der bisherigen Form stattfinden.
Wir streamen in deshalb live auf unserem YouTube-Kanal Buntstift Sindelfingen.
In einem kleinen Video könnt ihr sehen, was wir vorhaben!

Ein virtueller Tag des BuntStifts am 27.2. um 11 Uhr

Virtuell findet der Tag des BuntStifts am 27.2. um 11 Uhr statt, da die üblichen Präsentationen wegen der Pandemie abgesagt werden mussten. Trotzdem wollen wir zeigen, welche Angebote der Buntstift für begabte Kinder und Jugendliche hat.

Prof. Trautwein: Begabte Kinder besser fördern – Was die Wissenschaft uns verrät

Mehr als 100 Teilnehmende, darunter zahlreiche Lehrkräfte aller Schularten, folgten der Einladung von BuntStift e. V., der Kinder- und Jugendakademie der Stadt Sindelfingen, zum letzten Vortrag der Reihe „Talente entdecken – Begabungen fördern“. Das große Interesse zeigte deutlich: Begabtenförderung ist kein Randthema, sondern eine konkrete Herausforderung schulischer Praxis.

Prof. Dr. Ulrich Trautwein

Referent des Abends war Ulrich Trautwein, Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen, Fellow der American Educational Research Association und Berater von Bildungsverwaltung und Bildungspolitik. In seinem Vortrag verband er aktuelle Forschung mit schulnahen Beispielen – verständlich, lebendig und praxisorientiert.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Lehrkräfte Begabungen erkennen und fördern können, ohne Kinder vorschnell zu etikettieren. Trautwein stellte hierzu den Response-to-Intervention-Ansatz (RTI) vor, der zunehmend auch in der Begabtenförderung an Bedeutung gewinnt.

RTI bedeutet für den Schulalltag: Lehrkräfte reagieren nicht auf Vermutungen oder einzelne Testergebnisse, sondern auf beobachtbares Lernverhalten. Zunächst erhalten alle Schülerinnen und Schüler einen kognitiv anspruchsvollen Unterricht. Zeigt sich dabei, dass einzelne Lernende deutlich schneller vorankommen oder mehr Tiefe benötigen, werden gezielt Interventionen eingesetzt.

Diese können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen:

  • unterrichtsnah, etwa durch komplexere Aufgaben, offene Problemstellungen oder stärker selbstreguliertes Lernen
  • unterrichtsergänzend, etwa durch Enrichment-Angebote wie Arbeitsgemeinschaften, Wettbewerbe oder Kinderakademien
  • beschleunigend, etwa durch zeitweises Lernen in höheren Lerngruppen oder andere Formen der Akzeleration
  • individuell vertiefend, etwa durch Projekte, Mentoring oder spezialisierte Förderprogramme

Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Maßnahme, sondern die kontinuierliche Beobachtung: Reicht das Angebot aus? Profitiert die Schülerin oder der Schüler davon? Oder braucht es eine Anpassung? Förderung wird so als dynamischer Prozess verstanden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf strukturellen Förderangeboten außerhalb der Schule, insbesondere auf den Hector Kinderakademien für den Grundschulbereich, die landesweit angeboten werden, und dem Hector-Seminar für besonders leistungsstarke Jugendliche der Sekundarstufe. Das Hector-Seminar gilt als sehr wirksam, ist bislang jedoch auf Nordbaden begrenzt. In der Diskussion wurde aus dem Kreis der Eltern und Lehrkräfte mehrfach die Frage gestellt, warum ein solches Modell nicht landesweit verfügbar sei, zum Beispiel in Sindelfingen. Als Hauptgrund nannte Trautwein den erheblichen Bedarf an speziell qualifizierten Lehrkräften, außerdem sei eine lokale und administrative Initiative notwendig.

Deutlich wurde an diesem Punkt ein zentraler Gedanke des Abends: Begabtenförderung braucht nicht nur Konzepte, sondern auch eine klare Haltung. Trautwein betonte, dass Exzellenz und Leistung in Schule und Gesellschaft selbstverständlich anerkannt werden müssten – nicht als Abwertung anderer, sondern als Teil von Bildungsgerechtigkeit. Begabte Kinder seien nicht „mehr wert“, benötigten aber ebenso ernsthafte Unterstützung wie andere Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen.

Für Schulen bedeute das, Begabtenförderung nicht als Zusatzaufgabe für Einzelne zu betrachten, sondern als Teil professioneller Schulentwicklung: sichtbar, legitimiert und mit struktureller Unterstützung versehen. Nur wenn Förderung ausdrücklich gewollt sei von Schule, Verwaltung und Politik könne sie im Alltag wirksam umgesetzt werden.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass viele Lehrkräfte sich genau hier mehr Rückhalt wünschen: klare Signale, dass Begabtenförderung erwünscht sei, Fortbildungsangebote und Zeiträume für individuelle Förderung.

Der Vorsitzende des BuntStift e. V., Hans Hatzl, zog ein positives Fazit:
„Begabtenförderung gelingt nur dann nachhaltig, wenn sie ernst genommen wird, fachlich, strukturell und in der Haltung. Der heutige Abend hat dafür wichtige Impulse gesetzt.“

Einladung zu Prof. Ulrich Trautwein: „Begabte Kinder besser fördern – was uns die Wissenschaft verrät

Prof. Dr. Trautwein ist einer der international führenden Bildungsforscher im Bereich Begabtenförderung. In seinem Vortrag stellt er aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vor und zeigt auf, wie erfolgreiche Fördermodelle – unter anderem die Hector Kinderakademien – zur Qualitätsentwicklung im Bildungssystem beitragen können.

Kaum ein Bereich im Bildungssystem hat über lange Zeit so stark unter der Missachtung durch die Politik, der Proliferation gefährlicher Mythen bei Lehrkräften und in der Öffentlichkeit sowie einer fehlenden Professionalisierung gelitten wie die Begabtenförderung. Inzwischen zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab.
Prof. Trautwein spricht auch über die Hector-Seminare für die Sekundarstufe, die es bisher nur in Nordbaden gibt, und deren möglichem Potenzial für den Raum Sindelfingen/Böblingen.
Der Vortrag bietet damit praxisrelevante Impulse für die kommunale Bildungs- und Standortpolitik. Im Anschluss ist ein kurzer Austausch vorgesehen.

Prof. Wirth: Mathematik ist mehr als Rechnen

Vierter Vortrag in der Reihe „Talente entdecken, Begabungen fördern“ des BuntStift e.V. Sindelfingen

„Die Mathematik ist das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.“ Mit diesem Zitat von Galileo Galilei leitete Hans Hatzl, Vorstand des BuntStift e.V., den Vortrag von Prof. Dr. Jens Wirth, Studiendekan Mathematik Lehramt an der Universität Stuttgart, ein. Viele Menschen verbänden Mathematik vor allem mit Schule und Pflicht. Gleichzeitig durchdränge mathematisches Denken unseren Alltag, unsere Technik und unsere Wissenschaft, deshalb sei es wichtig, Interesse für Mathematik zu wecken.

Prof. Wirth zeigte, was Mathematik über den Schulunterricht hinaus ist und wie mathematische Interessen und Begabungen bei Schülerinnen und Schülern gezielt gefördert werden können. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Mathematik häufig auf Rechnen reduziert werde, obwohl ihr Kern im problemlösenden Denken, im Entwickeln von Ideen und im strukturierten Argumentieren liege.

Anhand einfacher, aber gedanklich anspruchsvoller Aufgaben – etwa zur Bestimmung der letzten Ziffer großer Potenzen oder zur Überdeckung eines Schachbretts mit Dominosteinen – zeigte Wirth, dass mathematisches Denken nicht von umfangreichem Rechenwissen abhängt, sondern vom Erkennen zugrunde liegender Strukturen. Diese Beispiele verdeutlichten, wie mathematische Einsichten entstehen und warum Mathematik als Kulturgut ebenso wie als Zukunftstechnologie zu verstehen ist.

Im Hauptteil stellte Wirth den Schülerzirkel Mathematik der Universität Stuttgart vor, der seit über 20 Jahren Angebote zur Interessen- und Begabungsförderung macht. Ziel sei es, interessierten Schülerinnen und Schülern der Region frühzeitig Einblicke in echte Mathematik zu ermöglichen und sie langfristig zu begleiten. Die Arbeit des Schülerzirkels ist eng mit der universitären Lehramtsausbildung verzahnt: Viele Angebote werden von Lehramtsstudierenden mitentwickelt und durchgeführt, wodurch Theorie und Praxis der Lehrerbildung miteinander verbunden werden.

Zu den zentralen Angeboten zählen:

  • Mathematik-Tage für die Klassenstufen 7 bis 13 mit Vorträgen und Workshops an der Universität, die einen niedrigschwelligen Einstieg bieten.
  • Korrespondenzzirkel, bei denen Schülerinnen und Schüler über Aufgabenserien selbstständig arbeiten, Lösungen einsenden und Rückmeldungen erhalten.
  • Schülerseminare für die Klassen 8–10 (hybrid) sowie 11–13 (online), in denen über mehrere Termine hinweg zusammenhängende mathematische Themen behandelt werden.
  • Ein Schülerwettbewerb Mathematik & Physik, der Teamarbeit, theoretische Aufgaben und Experimente kombiniert.
  • Schülerstudienangebote, bei denen besonders leistungsfähige und mathematisch hochbegabte Schülerinnen und Schüler parallel zur Schule universitäre Vorlesungen besuchen und Prüfungsleistungen erwerben können.

Darüber hinaus ordnete Wirth diese Angebote in die Landschaft der mathematischen Wettbewerbe und Förderprogramme ein – von Mathematik-Olympiaden über den Bundeswettbewerb Mathematik bis hin zu Vorbereitungslagern für internationale Wettbewerbe. Er machte deutlich, dass diese Formen der Spitzenförderung ein hohes Maß an Vorbereitung erfordern und nur für eine kleine Zielgruppe geeignet sind, während der Schülerzirkel bewusst die Breite an mathematisch Interessierten ansprechen möchte.

Abschließend betonte Wirth drei zentrale Leitgedanken erfolgreicher mathematischer Bildung: Interesse wecken, Begabungen fördern und Erfolgserlebnisse schaffen. Wettbewerbe, Seminare und universitäre Angebote könnten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten – insbesondere dann, wenn Schule und Hochschule eng zusammenarbeiten.

Wer aber weckte bei Prof. Wirth das Interesse für Mathematik? Das war für ihn Dr. Helmut König aus Chemnitz, der interessierten Schülern einer 8. Klasse „coole Mathematik beigebracht hat“.
Lehrkräfte können Interesse wecken, Begabungen fördern und Erfolgserlebnisse schaffen!

Vorankündigung:

Prof. Ulrich Trautwein spricht am 29. Januar, 19 Uhr, über
 „Begabte Kinder besser fördern: Was die Wissenschaft uns verrät!“

Prof. Jens Wirth: Mathematik entdecken, Schüler*innen fördern

Mit Mathematiktagen, Seminaren und Korrespondenzangeboten weckt der Schülerzirkel der Universität Stuttgart Interesse an Mathematik und zeigt, wie Mathematik unseren Alltag prägt. Prof. Wirth stellt die Ziele des Zirkels vor: Neugier zu wecken und Freude an Mathematik zu vermitteln, nicht nur für „Überflieger“, sondern für alle interessierten Schülerinnen und Schüler.
15.01.2026, 19 Uhr, Vortragssaal der VHS im Stiftsgymnasium Sindelfingen

Bericht: Hochbegabung verstehen und begleiten

Dritter Vortrag im Rahmen der vom Verein BuntStift organisierten Veranstaltungsreihe
„Talente entdecken, Begabungen fördern“.

Vor interessierten Zuhörern gab die 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Baden-Württemberg e.V., Frau Ophelia Markgraf, im Vortragssaal der vhs im Stiftsgymnasium Sindelfingen, Einblicke in die Komplexität beim Umgang mit Hochbegabung und Hochsensibilität.

Frau Ophelia Markgraf

Nach der Begrüßung durch den Vorstand des BuntStift, Hans Hatzl, stellte Frau Markgraf zunächst ihren gemeinnützigen Verein vor. 14 Regionalvereine in Deutschland unterstützen Familien mit hochbegabten Kindern, organisieren deren Vernetzung und verstehen sich als Interessenvertretung gegenüber Politik und Gesellschaft. Das Angebot umfasst Beratung, Information und die Durchführung von Veranstaltungen wie z.B. Spiel- und Knobelnachmittage. Daneben gibt der Verein noch viermal im Jahr die Mitgliederzeitschrift „Labyrinth“ heraus.

In ihrem Vortrag stellte Frau Markgraf gleich zu Beginn heraus, dass es im Umgang mit hochbegabten Kindern häufig Vorurteile und Mythen gibt wie z.B., dass hochbegabte Kinder sozial auffällig sind, was aber eindeutig widerlegt ist. Auch die Vorstellung, dass es sich um Wunderkinder handeln muss stimmt nicht, denn Hochbegabung bedeutet nicht zwangsläufig auch Hochleistung.

Es geht um Potentiale, die sich häufig dadurch zeigen, dass diese Kinder sich durch kluges und schnelles Denken auszeichnen, in der Lage sind Themen mit hoher Komplexität zu erfassen, ihre Umwelt intensiv wahrnehmen und verstehen und bei Aufgaben den Sinn dahinter erkennen wollen. Gerade dieser letzte Punkt ist für Lehrkräfte relevant.

Erkennungszeichen für Hochbegabung sind u.a. hohe Merkfähigkeit, guter Wortschatz, logisches Denken, hohe Energie und Ausdauer sowie das Streben nach Autonomie. Hochbegabte Kinder denken mehr, fühlen mehr und nehmen mehr als andere wahr. Dadurch unterscheiden sie sich im Vergleich zu anderen in ihrer Altersgruppe.

Wichtig ist es, den Kindern zu verstehen zu geben, dass dieses „Anderssein“ nicht negativ ist und ihnen Strategien zu vermitteln um damit umgehen zu können.

Erkennbar ist auch, dass eine hohe Korrelation zwischen Hochbegabung und Hochsensibilität besteht. Hochsensibilität ist nicht quantitativ zu erfassen und zeigt sich u.a. sensorisch oder empathisch. Im Zusammenhang mit Hochbegabung wird das Thema Hochsensibilität häufig übersehen.

Auch auf Verhaltensunterschiede zwischen hochbegabten Jungen und Mädchen ging Frau Markgraf in ihrer Darstellung ein.

Da hochbegabte Kinder Probleme oft ausgesprochen intensiv erleben, ist es wichtig, sie in ihren Stärken zu bekräftigen und sie ihre Fähigkeiten positiv empfinden zu lassen.

Drei Punkte stellte Frau Markgraf für den Umgang mit hochbegabten Kindern heraus: angemessene Herausforderungen und Förderung, Qualität statt Quantität und eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung.

Die vielfältigen Fragen aus dem Plenum zeigten, dass der Vortrag, den Frau Markgraf immer     wieder mit authentischen Praxisbeispielen anreicherte auf lebhaftes Interesse gestoßen war. Auch bei der Fragerunde betonte sie deutlich, dass Hochbegabung ein komplexes Thema ist, bei dem es keine Patentrezepte gibt und jede Situation individuell betrachtet werden muss. Zum Ende gab sie ihren Zuhörern auch noch einige Buchempfehlungen rund um das Thema „Hochbegabung“.

Zum Abschluss des Abends bedankte sich Herr Hatzl bei Frau Markgraf und den Gästen und wies noch auf die Vorträge „Mathematik entdecken, Schüler*innen fördern“ am 15.01.2026 und „Begabte Kinder besser fördern: Was die Wissenschaft uns verrät“ am 29.01.2026 sowie den „Tag des BuntStifts“ am 28.02.2026 hin.

Hochbegabung verstehen und begleiten

Vortrag am 27.11.205 von Ophelia Markgraf

Ophelia Markgraf, die erste Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind Baden-Württemberg e.V. wird die Frage erörtern: „Was bedeutet Hochbegabung eigentlich?“ Sie wird darstellen, wie sich Hochbegabung im Alltag von Kindern und Jugendlichen auswirkt und welche besonderen Stärken und Herausforderungen damit verbunden sein können. Darüber hinaus wird sie auch darauf eingehen, wie Eltern und Bezugspersonen im Umgangbmit Hochbegabten unterstützt werden können.
Ein interessanter Abend besonders für Eltern und Lehrkräfte ist zu erwarten!

Termin: 27.11.2025, 19 Uhr, Vortragssaal der VHS im Stiftsgymnasium

Hürden überwinden – Talente fördern

Anregende Vorträge in der Reihe des BuntStift e.V.
Kinder- und Jugendakademie der Stadt Sindelfingen

„Halt dich fern von Leuten, die deine Ambitionen kleinreden …“ mit diesem Zitat von Mark Twain eröffnete Hans Hatzl den Abend und fuhr fort: „Orientiere dich lieber an denen, die dich fördern, zum Beispiel an zwei beeindruckenden Stiftlern*: Marina Ilic, aktuelle Schülerin des Stiftsgymnasiums, und Julian Siebert, ehemaliger Schüler und heutiger Kursleiter bei der Hector-Kinderakademie Sindelfingen. Beide zeigten auf unterschiedliche Weise, wie Bildungsförderung wirkt und junge Menschen ihre Potentiale entfalten können.

Marina Ilic berichtete von ihren sehr positiven Erfahrungen mit dem Förderprogramm „Talent im Land“. Das Stipendium richtet sich an begabte Schülerinnen und Schüler, deren Lebensverhältnisse eine erfolgreiche Schulkarriere erschweren, und setzt sich für faire Bildungschancen ein. Neben einer monatlichen Förderung von 200 Euro betonte Marina vor allem die ideelle Unterstützung, die enge Vernetzung mit anderen Stipendiat*innen und die spannenden Exkursionen – etwa zum Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

Im Anschluss gewährte Julian Siebert in seinem Vortrag „Talente entdecken, Begabungen fördern“ einen fesselnden Einblick in seine Arbeit für die Hector-Kinderakademie Sindelfingen und ermutigte die Anwesenden zur Eigeninitiative. Der Informatik-Masterstudent blickt auf eine bemerkenswerte Bilanz zurück: Seit zehn Jahren leitet er Roboterkurse für begabte Viertklässler*innen.

Der Vortrag überzeugte durch seine klare Struktur, die ansprechende Visualisierung und nicht zuletzt durch Sieberts reflektierende und authentische Art. Das Publikum erlebte, wie aus einem ehemaligen 10-jährigen Teilnehmer der Roboter-AG des Lessing-Gymnasiums Neu-Ulm – die Mannschaft wurde sogar Weltmeister beim RoboCup Junior – ein engagierter Kursleiter wurde, der heute selbst junge Talente fördert.

Besonders anrührend war der Moment, als eine anwesende Mutter von den nachhaltigen Wirkungen eines Kurses auf ihren Sohn berichtete: Nicht nur sein technisches Verständnis, sondern vor allem sein Selbstvertrauen und seine Teamfähigkeit seien spürbar gewachsen. Siebert betonte, dass es in seinen Kursen nicht nur um das Bauen und Programmieren von Robotern gehe, sondern auch um kritisches Denken, Abstraktionsfähigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Technik .

Zum Abschluss richtete Julian Siebert einen direkten Appell an die anwesenden Schüler*innen der Schüleringenieurakademie (SIA): „Traut euch, nicht nur Teilnehmer zu sein, sondern werdet selbst aktiv.“ Eine Aufforderung, die den Geist der Talentförderung lebendig hält und zeigte: Aus Teilnehmern von heute können die Kursleiter von morgen werden – so haben sich zwei SIA-Schüler sofort nach dem Vortrag mit Interesse an einer Kursleitung gemeldet.

Kursteilnehmer*innen müssen keine Einsteins sein!
Bild: Julian Siebert, generiert mit Gemini 2.5 Pro

Talente fördern – Hürden überwinden

BuntStift e.V., die Kinder- und Jugendakademie der Stadt Sindelfingen lädt nun, in Kooperation mit der vhs Böblingen – Sindelfingen,
am 06.11.2025 um 19.00 Uhr zum zweiten Vortrag ein.
Julian Sieber und Marina Ilic schildern aus eigenem Erleben wie sie Förderung erfahren haben, welchen Nutzen sie dadurch hatten und wie sie heute selbst als Referent bei der Förderung von Kindern aktiv sind. Für Schüler der Oberstufe, Studierende aber auch deren Eltern und Lehrkräfte gibt es praxisnahe Hinweise und Tipps aus erster Hand.
Die Veranstaltung findet im Vortragssaal der vhs am Stiftsgymnasiums, Böblinger Str. 24 statt.

Talente entdecken, Begabungen fördern Auftakt der BuntStift-Vortragsreihe in Sindelfingen

Mit einem bemerkenswerten Vortrag zur Begabtenförderung an Schulen ist die neue Vortragsreihe „Talente entdecken, Begabungen fördern“ des Vereins BuntStift e.V. gestartet. Im Vortragssaal der VHS im Stiftsgymnasium stellte Dr. Anke Leuthold-Zürcher vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL) den neuen „Orientierungsrahmen Begabtenförderung“ vor und gab Einblicke in die Umsetzung der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) .

Zur Begrüßung erinnerte der BuntStift-Vorsitzende Hans Hatzl an ein Zitat von Abraham Lincoln: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt.“ Damit machte er deutlich, dass die Förderung besonders begabter Kinder kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil von Bildungsgerechtigkeit ist.

Hans Hatzl, Vorsitzender des BuntStift e.V.

Dr. Leuthold-Zürcher erklärte, dass Begabung heute als dynamisches, domänenspezifisches Potenzial verstanden wird – nicht nur als hohe Intelligenz, sondern als Entwicklungsmöglichkeit in vielen Bereichen wie Musik, Sprache, Mathematik oder sozialer Kompetenz. Der neue Orientierungsrahmen soll Schulen dabei unterstützen, Talente früh zu erkennen und systematisch zu fördern.

Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Bund-Länder-Initiative   LemaS (2018–2027) , die in Baden-Württemberg aktuell mit 52 Schulen in 13 thematischen Netzwerken umgesetzt wird. Die Initiative verfolgt das Ziel, leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu fördern – sowohl im Regelunterricht als auch durch unterrichtsergänzende Maßnahmen.

Vorgestellt wurden vier zentrale Bereiche der Begabtenförderung:

Unterricht:   Anspruchsvolle Aufgaben, adaptive Lernformate und die Stärkung überfachlicher Kompetenzen fordern Begabte im Regelunterricht.

Individuelle Förderung:   Maßnahmen wie Enrichment, Akzeleration und persönliche Entwicklungspläne (PINEO) geben Raum für vertiefte Lernwege.

Lehrkräfte:   Fortbildungen wie die   Karg Impulskreise   und das   Zertifikatsstudium Begabtenförderung   qualifizieren für die Potenzialerkennung und -förderung.

Vernetzung:   Schulen, Eltern und außerschulische Partner wie die Hector Kinderakademien, Schülerforschungszentren und Hochschulen arbeiten eng zusammen.

„Begabtenförderung ist keine Elitenbildung“, betonte die Referentin. „Jedes Kind hat das Recht, seine Fähigkeiten zu entfalten. Mit LemaS und dem Orientierungsrahmen setzen wir auf eine breitenwirksame und domänenspezifische Förderkultur.“ Nach einer lebhaften Fragerunde gab es viel Applaus für den informativen Auftakt.

Interessiertes Publikum

Die Vortragsreihe läuft bis Januar 2026. Die nächsten Termine:

6. November 2025:   „Talente fördern, Hürden überwinden“ mit Julian Siebert und Marina Ilic.

27. November 2025:   „Hochbegabung verstehen und begleiten“ mit Ophelia Markgraf.

15. Januar 2026:   „Mathematik entdecken“ mit Prof. Dr. Jens Wirth.

29. Januar 2026:   „Begabte Kinder besser fördern“ mit Prof. Dr. Ulrich Trautwein.

Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr im Vortragssaal der VHS im Stiftsgymnasium, Böblinger Straße 24. Der Eintritt ist frei.

Wer selbst Freude daran hat, mit wissbegierigen Kindern zu arbeiten, kann sich beim BuntStift e.V. unter   [info@buntstift-sindelfingen.de](mailto:info@buntstift-sindelfingen.de)   melden.

Vortragsreihe – Talente entdecken und Begabungen fördern

Der Flyer zu den Vorträgen!

Wie lassen sich Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ihre Talente zu entfalten? Welche Rahmenbedingungen braucht ein Bildungssystem, das Begabungen erkennt, fördert und individuelle Wege ermöglicht? Und wie gelingt es, Eltern, Lehrkräfte und außerschulische Partner einzubeziehen?

Diesen Fragen widmet sich unsere Vortragsreihe, die spannende Einblicke aus Wissenschaft, Schule und Praxis bietet. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zeigen auf, wie Begabungsförderung gelingt – von politischen Rahmenbedingungen über persönliche Erfahrungsberichte bis hin zu konkreten Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien.
Die Vorträge richten sich an Eltern, Lehrkräfte, Studierende und mögliche Dozenten, die mehr darüber erfahren möchten, wie Potenziale entdeckt und gefördert werden können, zum Gewinn der Kinder und unserer gesamten Gesellschaft.

Die BuntStift Kinder- und Jugendakademie Sindelfingen lädt Sie ein, die Welt der Begabtenförderung praxisnah kennenzulernen.

Alle Vorträge im Vortragssaal der VHS im Stiftsgymnasium, Beginn jeweils 19 Uhr
Böblinger Str. 24, Sindelfingen

23.10.2025
Potenziale entdecken, Begabungen fördern
Dr. Anke Leuthold-Zürcher, Zentrum für Schulqualität und
Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL)
06.11.2025
Talente fördern, Hürden überwinden
Julian Siebert und Marina Ilic, Stiftsgymnasium Sindelfingen
27.11.2025
Hochbegabung verstehen und begleiten
Ophelia Markgraf, Deutsche Gesellschaft
für das hochbegabte Kind Baden-Württemberg e.V.
15.01.2026
Mathematik entdecken, Schüler*innen fördern
Professor Dr. Jens Wirth, Universität Stuttgart
29.01.2026
Begabte Kinder besser fördern:
Was die Wissenschaft uns verrät
Professor Dr. Ulrich Trautwein, Universität Tübingen

Der Flyer zu den Vorträgen!